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Bäume

Baumkontrollen

Mit dem Alter der Bäume beginnt auch deren biologischer Abbau. Damit entstehen statische Probleme und Gefahren, die sich in Form von faulenden Wunden oder trockenen Ästen zeigen. Auch anormale Verfärbungen des Laubes deuten auf Minderungen in der Vitalität hin. Das können Anzeichen für eine beginnende Instabilität sein. Dann sind weitergehende Untersuchungen erforderlich. Beim Abklopfen des Stammes mit einem Gummihammer kann erkannt werden, ob Vermorschungen im Stamm vorhanden sind oder ob der Baum hohl ist. Das Ausmaß des Schadens kann mit Spezialgeräten, etwa dem Resistographen, näher beurteilt werden. An Hand des Bohrwiderstandes eines sehr präzisen Bohrgerätes wird die Festigkeit des Holzes im Stamminneren aufgezeichnet.

Baumpflege

Im Stadtgebiet sorgen zwei Baumpflegekolonnen des Zentralen Betriebshof für die kontinuierliche Pflege der gut 14 000 Stadtbäume. Je nach Jahreszeit werden verschiedene Pflegemaßnahmen und -schnitte an den Gehölzen ausgeführt.
Wegen der Straßenverkehrssicherungspflicht ist das Lichtraumprofil an Straßen einzuhalten. Das bedeutet, dass die Bäume nicht in den Straßenraum hineinragen dürfen und die Krone auf eine bestimmte Höhe aufgeschnitten werden muss. Schon die Jungbäume werden regelmäßig aufgeastet. Jede Schnittstelle ist eine Verletzung, die eine Schwächung der Wuchskraft bewirkt und die die Anfälligkeit gegen Krankheiten erhöhen kann. Daher soll der Schnitt so klein wie möglich sein und rechtzeitig am Jungbaum erfolgen. Aber auch bei alten Bäumen muss vermieden werden, dass Äste in den Verkehrsraum wachsen.

Mit dem Wachstum der Bäume sterben auch Äste ab. Vor allem entsteht trockenes Holz, das entfernt werden muss, bevor es zum Beispiel auf die Straße oder den Gehweg fällt. Entfernt werden müssen auch Äste, die sich gegenseitig in der Krone behindern, etwa wenn sie aneinander scheuern und dadurch Verletzungen an der Rinde entstehen.
Die baumpflegerischen Maßnahmen erfolgen durch Fachpersonal. Die Arbeiten erfordern einen umfangreichen Fuhrpark mit technischen Geräten und Hubsteigern verschiedener Größen. In einigen Bereichen kann kein Hubsteigerfahrzeug eingesetzt werden – solche Arbeiten werden von Baumkletterern erledigt.

 

Der Wert der Bäume


Diese etwa
100 Jahre alte Buche
sollten Sie sich etwa 20 m hoch
und mit etwa 12 m Kronendurchmesser vor-
stellen. Mit ihren 60.000 BIättern verzehnfacht
sie ihre 120 qm Standfläche auf etwa 1200 qm Blattfläche.
Durch die Lufträume des Schwammgewebes entsteht eine Zell-
oberfläche für den Gasaustausch von etwa 15.000 qm, also zwei Fuß-
ballfeldern ! 9.400 Liter = 18 kg Kohlendioxid verarbeitet dieser Baum
an einem Sonnentag. Das ist der durchschnittliche Kohlendioxidabfall
von zweieinhalb Einfamilienhäusern. Bei einem Gehalt von 0,03%
Kohlendioxid in der Luft müssen etwa 36.000 cbm Luft durch diese
BIätter strömen mit samt den enthaltenen Bakterien, Pilzsporen,
Staub und anderen schädlichen Stoffen, die dabei größtenteils im
Blatt hängen bleiben. Gleichzeitig wird die Luft angefeuchtet,
denn etwa 400 Liter Wasser verbraucht und verdunstet der Baum an
demselben Tag. Die 13 kg Sauerstoff, die dabei vom Baum durch die
Photosynthese als Abfallprodukt gebildet werden, decken den Bedarf
von etwa 10 Menschen. Für sich produziert der Baum an diesem Tag
12 kg Zucker, aus dem er alle seine organischen Stoffe aufbaut.
Einen Teil speichert er als Stärke, aus einem anderen baut
er sein neues Holz. Wenn nun der Baum gefällt wird zur
bequemeren Bearbeitung des Ackers, auf Antrag
des Automobilclubs, weil der Baum zu viel
Schatten macht
oder gerade
dort ein Geräte-
schuppen auf-
gestellt werden
soll, so müßte
man etwa 2.000
junge Bäume mit
einem Kronenvolumen
von 1 cbm pflanzen, wollte man ihn vollwertig
ersetzen. Die Kosten dafür dürften etwa 100.000,- € betragen.


Die Idee stammt von G. Bruns*

*)  Anmerkung: Dieses Schaubild wurde aus der Zeitschrift "Naturfreunde" Nr. 3/94 übernommen.
Leider ist die Adresse des Verfassers unbekannt.
Er wird freundlichst gebeten, sich zu melden!

 

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